Spiegel Online, Foto vom 6.6.2013
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Auf Vorrat geschrieben?

Na klar, das gibt es immer wieder. Autoren produzieren einen Artikel, der dann nicht sofort veröffentlicht wird, weil er gerade nicht ins Programm passt. Kommt dann auf die Halde, das gute Stück. Wird aufbewahrt, bis man es gebrauchen kann. Hat der Stern ja vor Kurzem mit einer Geschichte über Rainer Brüderle auch gemacht.

Und was der Stern kann, das kann der Spiegel schon lange!

Auch wenn es nicht immer so große Wellen schlägt wie die Anzüglichkeiten eines Politikers. Das „Autogramm Ford Shelby GT 500: Der Vorschlaghammer“ von Multi-Autor Tom Grünweg ist so ein Fall. Denn bei der Veröffentlichung des Artikels am gestrigen Mittwoch, den 05.06.2013 stimmt ein wichtiger Punkt nicht mehr.

Grünweg, dessen Identität heute – anders als 2006 – kein Geheimnis mehr ist, schreibt:

„… Das Auto war das letzte Projekt, das Shelby vor seinem Tod im Mai vergangenen Jahres noch mit auf den Weg brachte. Zwar nennt Jost Capito, der Chef der Ford-Sportabteilung SVT, den Shelby GT 500 …“.

Sieht auf den ersten Blick sauber aus. Denn Tuning-Legende Carroll Shelby ist tatsächlich am 10. Mai 2012 verstorben. Da hat das Lektorat offensichtlich die Fakten angepasst. Doch nur einen Satz weiter hat das Lektorat oder der Autor gepatzt. Denn Jost Capito war bis März 2012 bei Ford. Seit dem 1. Mai 2012 ist der Deutsche als Motorsport-Direktor bei Volkswagen tätig.

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