Rainer Brüderle: Angriff ist die beste Verteidigung

Kaum ist Rainer Brüderle Spitzenkandidat der FDP, stimmt sich die Presse auf ihn ein. So ähnlich lautet das Fazit, das man ziehen kann, wenn man die Äußerungen führender FDP-Mitglieder zu einem Artikel des STERN zusammenfasst. In dem früher als Nachrichten-Magazin bekannten Blatt hat eine Reporterin in dieser Woche Brüderle, den die Satire gern als Freund des Pfälzer-Landweins bezeichnet, vorgeworfen, sie als ‚Spitzer Kandidat‚ – nennen wir es mal vorsichtig einmal – angemacht zu haben.

Wenn die Vorwürfe gegen Brüderle stimmen, dann ist das der Skandal. Nicht die Tatsache, dass die Presse darüber berichtet. Nur leider nicht für die FDP!

Denn die Partei scheint es vorzuziehen, die gute alte Taktik des Angriffs, der die beste Verteidigung ist, anzuwenden. Es wird spannend, ob die FDP damit erfolgreich von den Vorwürfen ablenken kann oder ob man damit jetzt eine ganze Serie von Artikeln über das Verhalten von Politikern provoziert. Denn das Verhalten kann man in diesem Fall auch als Kampferklärung an die Presse und Blogger verstehen.

Veröffentlicht von Tom Schwede

Tom lernte mit dem C64 die Welt der Informatik kennen. 1997 baute Tom seine erste Homepage und bloggt seitdem regelmäßig über Autos und Mobilität, Politik und Geschichte sowie das Internet.

3 Kommentare

  1. Guter und sachlicher Kommentar. Das würde ich mir auch in anderen Medien wünschen. Viele Twitter-User sehen hier eine Medienkampagne und vergessen, dass es auch in anderen Ländern ähnliche Vorfälle mit Politikern gibt.
    Auch eine Journalistin hat ein Anrecht auf sachliche und nicht anzügliche Interviews – ganz unabhängig von der Partei. Es wird Zeit, dass die Journalistinnen den Mut finden, solche Vorfälle bekannt zu machen. Brüderle ist sicher nicht der Einzige.

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