Funklöcher wohin Du fährst!

Die Digitalisierung ist allgegenwärtig. Kaum ein Gerät kommt noch ohne Bits und Bytes aus. Autos zeigen im Armaturenbrett digitale Karten an, die sie ganz selbstverständlich aus dem Internet nachladen. Digitale Normaden führen ihr Büro auf einem kleinen Laptop mit. Die Cloud macht es möglich.

Alles toll, wenn Du Netz hast!

Denn das ist in Deutschland immer noch keine Selbstverständlichkeit. Ich erlebe das jeden Tag, wenn ich mit dem Zug zur Arbeit fahre. Auf der Strecke zwischen Gelsenkirchen und Dortmund reißt viermal die Verbindung ab. Ich bin 28 Minuten unterwegs und habe maximal die Hälfte der Zeit eine brauchbare Datenverbindung.

Das erste Funkloch gibts gleich zwischen Gelsenkirchen und Wanne-Eickel. Doof nur, dass ich gerade erst eingestiegen bin. Wenn ich nicht sofort einen Sitzplatz finde und das VPN aufbaue, dann komm ich erst in Wanne an meine Daten. Gut fünf Minuten Fahrtzeit, die ich eigentlich als Arbeitszeit nutzen könnte, sind weg.

Auf dem weiteren Weg reißt die Verbindung dann auch zwischen Herne und Castrop sowie zwischen Castrop und Dortmund-Mengede wieder ab. Der Eindruck ist, dass ich eigentlich nur in den Bahnhöfen Netz habe. Dabei ist es übrigens völlig egal, ob ich mein Handy mit einer SIM-Karte von Vodafone oder meinen Datenrouter mit O2-Karte nutze.

Netz gibt es meist nicht!

Das setzt sich auf der weiteren Strecke fort. Kurz nach dem Verlassen des Bahnhofs in Dortmund-Mengede ist das Netz wieder weg. Auch wenn der Zug jetzt wieder durch ländliche Gebiete rollt, es ist zum großen Teil das Stadtgebiet von Dortmund. Trotzdem ist hier keine Datenverbindung möglich!

Erst kurz vor dem Dortmunder Hauptbahnhof ist wieder der Zugriff auf die Cloud möglich. Ich frage mich täglich, wie es möglich ist, dass auf einer beliebten Pendlerstrecke im größten europäischen Ballungsraum keine durchgehende Netzabdeckung vorhanden ist.

Und das ist kein Einzelfall!

Denn kürzlich war ein einen Tag in Sonsbeck. Das ist ein kleiner Ort direkt an der Autobahn A57, die von Köln ins niederländische Nijmegen führt. Dort gibt es ein Treckermuseum und einen Verkehrsübungsplatz. Sonst ist da nicht viel los.

Ich war dort, weil mein Sohn auf dem besagten Verkehrsübungsplatz einen Autoslalom fuhr. Weil sich diese Veranstaltungen immer etwas hinziehen, packte ich Router und Notebook ein, um die Wartezeit mit Arbeit zu überbrücken. Doch die Ernüchterung kam schnell. Denn auch Sonsbeck gelang es mir nicht, eine stabile Datenverbindung aufzubauen. In Sichtweite der Autobahn gab es nur Edge. Und das zählt nicht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.