Veröffentlicht am 07.09.2007, 22:43 von Karla Schwede
Sie sind hier: Startseite » Nur ganz kurz ... » Tipp: Denkt mal an das Denkmal!

Tipp: Denkt mal an das Denkmal!

Die Kathedralen der Industriekultur sind in der lauen Sommersaison fast so überlaufen, wie die Piazza San Marco in Venedig oder der Meerestempel Pura Tanah Lot auf Bali. Doch neben ihnen gibt es noch einiges mehr zu entdecken.

Zum 14. Mal öffnen sich am Sonntag den 09. September in ganz Deutschland historische Pforten der Öffentlichkeit. Der "Tag des offenen Denkmals" schafft seit 1993 ein Mal im Jahr Zugang zu Gebäuden, die üblicherweise gar nicht oder nur teilweise zu besichtigen sind. ruhrmentar hat fünf Ausflugstipps aus dem Ruhrgebiet ausgewählt, die knapp neben den ausgetretenen Pfaden liegen.

Essen: Kupferhammer

Wir beginnen unsere Reise durch das Ruhrgebiet in Essen. Der Kupferhammer wurde bereits 1550-51 als Kupferhütte erstmals urkundlich erwähnt. Das sanierte ehemalige Hammergebäude beheimatet seit 1996 Werkstatt für Metallgestaltung des Unternehmers Michael Stratmann. Am "Tag des offenen Denkmals" werden im Kupferhammer alte Handwerkskünste, wie das Schmieden, die Zimmerei sowie Steinmetz-und Schreinertechniken für das Publikum wiederbelebt. Ein musikalisches Programm begleitet in den Abend.

Der Kupferhammer kann von 10 - 20 Uhr besichtigt werden.

  • Adresse: Nierenhofer Straße 10a, 45257 Essen Kupferdreh (Google Maps)

Gelsenkirchen: Werkstattgebäude Nordstern

Weiter geht es in Gelsenkirchen. Die dort 1927 gebaute Zechenanlage Nordstern in Gelsenkirchen ist ein gestalterischer Vorläufer der später zum Weltkulturerbe erklärten Zechenanlage Zollverein in Essen. Sie wurde 1998 saniert und erhielt dabei weitesgehend ihr heutiges Erscheinungsbild. 2005/2006 folgte der Umbau zum Bürogebäude, das heute von der Wohnungsbaugruppe THS genutzt wird. Geblieben ist die äußere Gebäudehülle, die mit einem völlig neu gestalteten Innenraum gefüllt wurde. Dieses Beispiel zeigt, dass nicht alle Bürogebäude langweilige Kästen sein müssen. Am "Tag des offenen Denkmals" finden um  10 und 11.30 Uhr Führungen statt, die circa eine Stunde dauern.

  • Adresse: Fritz-Schupp-Straße 9, 45899 Gelsenkirchen (Google Maps)

Gelsenkirchen: Schloss Horst

Nur einen knappen Kilometer von Zechengelände Nordstern entfernt befindet sich das Schloss Horst. Die zwischen 1552-1578 erbaute Anlage ist das bedeutendste Renaissance-Schloss im nord-westdeutschen Raum und beherbergt heute das Standesamt Gelsenkirchen. Am "Tag des offenen Denkmals" finden zwischen 11 und 17 Uhr stündlich Führungen statt.

  • Adresse: Turfstraße 21, 45899 Gelsenkirchen (Google Maps)

Dortmund: Schloss Bodelschwingh

Weiter geht es im östlichen Ruhrgebiet, wo wir in Dortmund wieder ein Schloß ausgesucht haben. Das Schloss Bodelschwingh wurde bereits um 1300 als Wasserschloß von der Familie von Bodelschwingh erbaut. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde das Schloß in mehreren Schritten im Stil der Renaissance umgebaut. Im 19. Jahrhundert erfolgte die Umgestaltung der Gartenanlage im englischen Stil. Dieser Garten kann am 9.9 von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Ein Kunst- und Handwerksmarkt sowie viel Musik sorgen für einen abwechselungsreichen Nachmittag.

  • Adresse:  Schlossstraße 75 - 79, 44357 Dortmund Mengede (Google Maps)

Waltrop: Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

Wir beenden unsere kleine Reise durch das Ruhrgebiet am alten Schiffshebewerk in Henrichenburg. Es wurde zwischen 1894 und 1899 als Schwimmerhebewerk erbaut und überwindet einen Höhenunterschied von 14 Metern. Seit 1992 ist das Schiffshebewerk in Henrichenburg der Standort des Westfälischen Industriemuseums. 

Am Tag des offenen Denkmals findet auf dem Gelände des Schiffshebewerks Henrichenburg ein großes Museumsfest statt. Von 11 bis 18 Uhr besteht die Möglichkeit zu Schiffsrundfahrten.

  • Adresse: Am Hebewerk 2,  45731 Waltrop (Google Maps)

ruhrmentar lebt vom Mitmachen!

Write a comment

  • Required fields are marked with *.

If you have trouble reading the code, click on the code itself to generate a new random code.
 

Zum Thema

Tag des offenen Denkmals: 09.September 2007 

1984  rief Jack Lang in Frankreich die "Journées Portes ouvertes monuments historiques" ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz in der Bevölkerung folgten in den nächsten Jahren weitere Länder dem Beispiel. 1991 griff der Europarat die Idee auf und rief offiziell die European Heritage Days aus. Am 1. bundesweiten Tag des offenen Denkmals
öffneten 1993 1.200 Kommunen 3.500 Denkmale, 2 Millionen Besucher werden bundesweit gezählt. In 21 europäischen Ländern waren es insgesamt 10 Millionen Besucher.

Bookmarks:

Artikel bei Mister Wong ablegen  Diese Seite zu yigg.de hinzufügen  Webnews  Diese Seite zu del.icio.us hinzufügen  LinkARENA Logo

Netzwerk

Tarzan Informations Zentrum
Immobilien in Düsseldorf
emscherblick
Gelsenkirchener Firmen
Zauberer Hochzeit Firmenevent witzig verblüffend
Avantgarde
blog.50hz.de
westropolis
Pottblog
ruhrbarone
Dein günstiger Gasanbieter im Ruhrgebiet
abgebrüht und ausgekocht
ruhrwärts
Nordrhein-Westfalen
ruhrstruktur
architekturvideo.de
Gelsenkirchen Blog
Peter Fassbender

Themen-Highlights