Veröffentlicht am 04.09.2007, 22:12 von Karla Schwede
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Tipp: MONO - Heckenschere und Windgeflüster

Die Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik (DEGEM e.V.) wählte im Rahmen eines Ideen-Wettbewerbes sechs musikalische Projekte aus, die sich auf klangvolle Dialoge mit dem Gasometer einlassen.

Mono war damals. Stereo ist heute. Mono kann allerdings sehr "heute" sein, nämlich dann, wenn es eine technische Voraussetzung für akustische Experimente ist. An den nächsten drei Wochenenden wird der 117 Meter hohe und 68 Meter umfassenden Gasometer in Schwingungen geraten.

Sechs Komponisten haben eigens für die spezielle Akustik des einzigeartigen Industriedenkmals Stücke erdacht, bzw. Klang- und Tonbilder geschaffen. Sie spielen mit dem Hall und dem Echo, nutzen die Resonanz, die sonst die Beschallung des Gebäudes so schwierig macht.

Zwischen elektronischer Musik, Klangkunst und Musique Concrète bewegen sich die Kompositionen der teils internationalen Musiker. Im Wettbewerb um die experimentelle Beschallung des Gasometers mussten sie lediglich auf einer Bedingungen aufbauen: Nur ein Ton-Kanal darf benutzt werden, deshalb mono. Und ebenso mono ist die leistungsstarke Tonanlage, die den Schall senkrecht in die Höhe des architektonischen Resonanzkörpers abgibt.

Im Programm zu MONO beschreibt sein Leiter Frank Niehusmann die Idee des Projektes:"Die MONO-Konzerte sind ein Versuch, künstlerische Idee, zeitgenössische Technik und den einzigartigen Raum des Gasometers so zusammenzubringen, dass Ungewöhliches und Unerhörtes möglich wird. Wir dürfen Konzerte erwarten, von denen jedes auf seine ganz eigene Art Experiment, Grenz-Überschreitung und Abenteuer ist."

Eine kurze Zusammenfassung zu den Ideen und Kompositionen der Teilnehmer Knut Aufermann, Ivo Bol, Hiroki Nishino, Jobina Tinneman, Ge-Suk Yoe und Florian Zwißler finden Sie mit einem Klick auf das jeweilige Foto.

Aktueller Nachtrag: Frank Niehusmann, der Leiter des MONO-Projektes, ist am Donnerstag den 13.09. um 20:00 Uhr im Kunsthaus Essen zu Gast sein. "Klänge und Geräusche aus der Steckdose" nennt Niehusmann seinen Abend im Rahmen des Kunsthaus Salons, an dem er in Wort und Ton die elektronischen Musik an das offene Ohr bringen wird. Den Besucher erwartet ein Vortrag und ein Konzert namens "Day Tracks Remix".

Fotos

  • MONO-Künstlerin Ge-Suk Yoe, Deutschland  » Click to zoom ->

    MONO-Künstlerin Ge-Suk Yoe, Deutschland

  • MONO-Künstler Florian Zwißler, Deutschland  » Click to zoom ->

    MONO-Künstler Florian Zwißler, Deutschland

  • MONO-Künstler Ivo Bol, Niederlande  » Click to zoom ->

    MONO-Künstler Ivo Bol, Niederlande

  • MONO-Künstler Hiroki Nishino, Japan  » Click to zoom ->

    MONO-Künstler Hiroki Nishino, Japan

  • MONO-Künstler Knut Aufermann, Deutschland  » Click to zoom ->

    MONO-Künstler Knut Aufermann, Deutschland

  • Projektleiter MONO Frank Niehusmann  » Click to zoom ->

    Projektleiter MONO Frank Niehusmann

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Zum Thema

MONO am 08.09.2007

Musik von Knut Aufermann, Ge-Suk Yoe, Florian Zwißler und Jobina Tinnemanns. 1. Konzert um 18:00 Uhr, 2. Konzert um 21:30 Uhr

MONO am 15.09.2007

Musik von  Ge-Suk Yoe, Florian Zwißler, Hiroki Nishino und Ivo Bol. 1. Konzert um 18:00 Uhr, 2. Konzert um 21:30 Uhr

MONO am 22.09.2007

Musik von Ivo Bol, Hiroki Nishino, Knut Aufermann und Jobina Tinnemanns. 1. Konzert um 18:00 Uhr, 2. Konzert um 21:30 Uhr

Alle Konzerte finden im Gasometer , Am Grafenbusch 90, in 46047 Oberhausen statt. Der Eintritt kostet 12,- Euro.

MONO ist eine Veranstaltung der DEGEM - Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik in Kooperation mit der Gasometer Oberhausen GmbH. MONO wird unterstützt und gefördert vom Deutschen Musikrat, dem NRW Kultursekretariat Wuppertal, der Energieversorgung Oberhausen AG, dem ICEM Institut für Computermusik und Elektronische Medien der Folkwang-Hochschule Essen und dem Westdeutschen Rundfunk. 

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